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Festspiele

Waldfestspiele Bad Kötzting: Klassiker auf Bairisch

Die Waldfestspiele Bad Kötzting sind längst zum Aushängeschild des ostbayerischen Volkstheaters geworden. Klassiker der Literatur werden in den bayerischen Dialekt übertragen und damit einem breiten Publikum nahe gebracht – ein beispielhaftes und erfolgreiches Konzept. 2010 erleben wir noch einmal die "Bettleroper".

Das Vorbild

1728 wurde in London ein Stück aufgeführt, das die damalige Opernwelt auf den Kopf stellte und die Barockopern des in London lebenden Großmeisters Georg Friedrich Händel gnadenlos parodierte: John Gay (Text) und Christopher Pepusch (Musik nach populären Liedern und Opernarien seiner Zeit) schrieben eine „Beggar`s Opera“, die – für jene Zeit unerhört – in der Halbwelt spielt, mit einem Bettlerkönig und einem Verbrecher als Hauptpersonen. Die „Bettleroper“ wurde zu einem großen Publikumserfolg, erlebte zahlreiche Neubearbeitungen und wird heute noch gespielt. Auch Bertolt Brecht hat sich dieser Vorlage für seine berühmte „Dreigroschenoper“ bedient.

Das Stück

Als „Musikalische Komödie“ in bairischer Mundart schlägt die „Bettleroper“ eine neues Kapitel des Amateurtheaters auf. In dem prallen Stück aus dem Ganovenmilieu müssen der Bettlerkönig Peachum und seine Frau erleben, dass sich Polly, die naive Tochter der neureichen Familie, in den Gangster Macheath verliebt hat und ihn heimlich heiratet. Sie wollen den unerwünschten Schwiegersohn mit allen Mitteln loswerden.

Dieser kann von seinen Gespielinnen aus dem Rotlichtmilieu nicht lassen, wird aber von ihnen verraten und mit Hilfe des korrupten Polizeichefs Lockit zur Strecke gebracht. Dessen Tochter Lucy befreit ihren „Mackie“ aus dem Gefängnis. Der unverbesserliche Gauner wird von den leichten Mädchen ein zweites Mal verraten und schließlich zum Galgen geführt... Vulgär, frivol, offenherzig und derb, aber auch kritisch, aktuell, komisch und niemals langweilig, getreu ihrem barocken Vorbild, wurde die Uraufführung des Jahres 2008 mit Live-Musik, Songs und Tanz zu einem ausverkauften Erfolg.

Das Team

Ein erfolgreicher Profi aus Bad Kötzting, Johannes Reitmeier, Intendant des Pfalztheaters Kaiserslautern, hat den Text in die bayerische Mundart übertragen. In seiner Inszenierung treten begeisterte Laienspieler jeden Alters auf, begleitet von Musik, die von Roger Boggasch, dem langjährigen musikalischen Leiter des Theaters Hof, komponiert und arrangiert wurde. Die renommierte Kostümbildnerin Antje Adamson zeichnet auch bei dieser Produktion für die Kostüme verantwortlich. Astrid Vosberg hat die Chorepgrafie einstudiert.

Die Festspielgemeinschaft Kötzting hat Erfahrung im Freilichttheater. Seit 1988 veranstaltet sie die Waldfestspiele auf dem Kötztinger Ludwigsberg. Auch das beeindruckende Bühnenbild, der Rotlicht-Distrikt in einer abgewrackten Hafengegend, wurde von den Vereinsmitgliedern selbst entworfen und gebaut. Bühnentechnik, Maske und Service erfüllen inzwischen professionelle Ansprüche.

Das Konzept

  • Klassiker der Weltliteratur - in bayerischer Mundart
  • Engagiertes Amateurtheater unter professioneller Regie und in professioneller Inszenierung
  • Eine stimmige Umsetzung, perfekt für das Stück konzipierte Bühnenlandschaft, ausgefeiltes Lichtdesign und eine optisch und akustisch ideale Bühne in beeindruckender Waldlandschaft

Die Erfolgsgeschichte

  • Klassiker in bayerischer Sprache seit 1988: Jedermann, Faust I (Goethe), Die Räuber (Schiller), Die lustigen Weiber (Shakespeare), Woyzeck (Büchner), Lysistrata – der Weiberstreik (Aristophanes), Macbeth (Shakespeare)
  • Faust vom Bayerischen Fernsehen aufgezeichnet
  • Überregionales Aufsehen, bisher über 96.000 begeisterte Zuschauer und ausverkaufte Vorstellungen

Unser Service

  • Gönnen Sie sich einen spannenden Theaterabend und nutzen Sie unser Service-Angebot:
  • Unsere Homepage www.waldfestspiele.de – zu Ihrer Information
  • Kartenbestellung und Vorverkauf – ohne Mühe
  • Ihr Weg zu den Spielen - Anfahrtsplan
  • Das aktuelle Wetter - Webcam auf www.bad-koetzting.de
  • Wir sehen Sie gerne wieder – Kontakte sind uns wichtig

   

Aufführungstermine im Jahr 2010:
 
24. Juli (Premiere) / 25. / 27. / 30. Juli / 31. Juli
01. / 03. / 06. / 07. / 08. August

Kartenreservierung und -vorverkauf:

Ab 20. April 2010 über die Tourist-Information
Bad Kötzting, Tel.: 09941/602153

   

Das Pfingstlspiel

Altes Brauchtum nach Karl B. Krämer in einer Neufassung von Johannes Reitmeier

Uraltes Volksbrauchtum als expressives Straßentheater, das ist der Charakter des "Pfingstl-Spiels". Zentrale Figur des Stückes ist die ursprünglich heidnische Gestalt des "Pfingstl", der in seinem grünen Grassetgewand aus jungen Fichtenzweigen und mit dem Rindenkobel Kopf Fruchtbarkeit und Wachstum symbolisiert. Bevor er jedoch und mit ihm das Frühjahr Einzug halten kann, müssen erst der Winter und seine Geister vertrieben werden.

Diese furchterregend maskierten Gesellen treten unter großem Lärm und mit skurrilen Bewegungen auf. Sie erschrecken die Menschen, die sich zusammenschließen, um mit Feuer und Geschrei die "kalte Brut" zu verjagen. Endlich ist die Zeit gekommen, mit dem Tanz um den "Pfingstl" den Einzug des Frühjahrs fröhlich zu feiern.

Straßentheater ab 21.00 Uhr auf dem Kötztinger Rathausplatz.

Eintritt frei

Aufführungen: 22.05. und 23.05.2010

 

 

 

Kurverwaltung und Tourist-Information Bad Kötzting
Herrenstraße 10  ·  93444 Bad Kötzting
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